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  Guggenheim Museum, Berlin

     
Guggenheim Museum, Außenansicht

Guggenheim Museum, Innenansicht

Guggenheim Museum, Innenansicht

  Das weltberühmte Guggenheim-Museum ist auch in Berlin mit einer Dependance vertreten. Mit ungewöhnlichen Trockenbau-Konstruktionen entstand hier auf kleiner Fläche ein besonderer Ausstellungsraum, der von den Berlinern angenommen und gerne besucht wird.

Architekt Richard Gluckman aus New York achtete besonders auf perfekte Lichtverhältnisse. Schwierigkeiten bereiteten zunächst die unterschiedlichen Forderungen der verschiedenen Aussteller. Ausstellungen, die gleichförmiges Kunstlicht erfordern, wechseln sich ab mit Ausstellungen, die auch natürliches Licht benötigen. Dieses Problem wurde auf ungewöhnliche Weise gelöst. Zunächst wurde vor die Außenwand von innen eine Vorsatzschale gesetzt, die die vorhandenen Fenster freiließ. Anschließend wurden diese Fensteröffnungen ebenfalls verschlossen, sodass eine durchgehende Vorsatzschale entstand. Von Ausstellung zu Ausstellung wird nun entschieden, ob die Fensteröffnungen verdeckt oder geöffnet werden sollen. Auf diese Weise ist es durch geringfügigen Umbau der Trockenbau-Konstruktion zwischen den Ausstellungen möglich, die richtigen Lichtverhältnisse für die entsprechenden Kunstwerke zu schaffen.

Nicht nur diese Konstruktion ist ungewöhnlich. Auf Wunsch des Architekten wurde die gesamte Vorsatzschale mit einer Höhe von 7,10 Metern und einer Länge von 42 Metern ohne Dehnungsfuge ausgeführt. Die Oberfläche sollte anschließend nur gespachtelt und gestrichen werden, um einen perfekten, aber neutralen Hintergrund für die Ausstellungsstücke zu bilden. Diese Konstruktion rissefrei zu halten und vollkommen eben herzustellen, war auch für die ausführende Firma Lindner eine Herausforderung und ein Wagnis: "Wenn man auf die sonst üblichen Dehnfugen im Abstand von höchstens 8 Metern verzichtet, muss konstruktiv einiges getan werden. Auch auf die Qualität der eingesetzten Materialien muss man sich vollkommen verlassen können," so Bauleiter Hans-Peter Berger.

Als Grundlage diente ein Ständerwerk von PROTEKTOR aus 2 mm dicken U-Aussteifungsprofilen im Abstand von nur 45 cm. Zur weiteren Aussteifung wurden ausgefütterte C-Deckenprofile horizontal im Abstand von 50 cm aufgeschraubt. Trotz der stabilen Unterkonstruktion war es wichtig, die Spannungen in der außergewöhnlich großen Vorsatzschale möglichst gering zu halten. So wurden als erste Beplankung Multiplex-Platten gewählt, die kaum Formänderungen unterliegen. Als zweite und dritte Beplankung folgten Gipsfaserplatten. Die abschließende vollflächige Spachtelung und der Anstrich sorgen für das jetzige perfekte Erscheinungsbild der ungewöhnlichen Konstruktion.

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