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Mit einem Kunstgriff schaffte es der Potsdamer Architekt Lothar Kuhn den einfachen Gemeindesaal der evangelischen Heilig-Kreuz-Gemeinde in Potsdam, in einen attraktiven Versammlungsraum zu verwandeln. Durch die Anordnung vo drei geschwungenen Deckensegeln und den geschickten Einsatz von Farbe gab der Planer dem vorher eher langweiligen Raum eine lebendige Optik und eine ansprechende Raumakustik. Die Aufgabe, den alten Gemeindesaal in einen modernen Versammlungsraum zu verwandeln, schien zunächst nicht einfach, denn die Gestaltungmöglichkeiten waren stark begrenzt. An eine Veränderung des Grundrisses war nicht zu denken, denn der rechteckige Saal war mit einer Grundfläche von ca. 60 qm zu klein, um neu strukturiert zu werden. Gleichzeitig sollte auch die hintere Fassade möglichst unverändert erhalten bleiben. So beschränkte sich der Gestaltungsfreiraum des Planers auf den Deckenbereich, den er geschickt nutzte. Er ordnete drei geschwungene, sich überlappende Deckensegel an, die die Raumbeleuchtung aufnehmen und gleichzeitig die Raumakustik regeln. Als zusätzliche Gestaltungselemente setzte der Architekt, der auch für Filmproduktionen tätig ist, Farbe und Licht ein. Eine indirekte Beleuchtung an den angrenzenden Wänden bringt die Deckensegel optisch zum Schweben. Helle, weiche Farbtöne erzeugen eine harmonische, optimistische Raumatmosphäre. Die praktische Umsetzung der planerischen Ideen übernahm die ausführende Firma SPR-Bau GmbH, Berlin. Die Ausführung der Deckensegel im Radius von fünf Metern musste gründlich geplant werden. Die Lösung brachte eine Unterkonstruktion K 400 Bogen mit Protektorprofilen, die gewölbte Deckenkonstruktionen in Biegeradien ab 0,60 Metern erlauben. In diesem Fall wurde die Unterkonstruktion aus Hutdeckenprofilen und Gewölbeprofilen zur Ausführung der konkav gebogenen Deckensegel verwendet. Die anpassungsfähigen, gebogenen Gewölbeprofile Nr. 5072 wurden mit Noniushängern und Justierstäben an der alten Massivdecke befestigt. Anschließend wurden die Hut-Deckenprofile Nr. 5114 quer zu den Gewölben mit je zwei Selbstbohrschrauben befestigt. Zum Schluss erfolgte die Beplankung der Unterkonstruktion mit Stosilent Paneelen zur Regulierung der Raumakustik. So haben die Beteiligten den Beweis erbracht, wie attraktiv und kreativ auch vermeintlich kleine Planungsaufgaben gelöst werden können, wenn mit Engagament und Ideen gearbeitet wird.
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