Sanierung mit Anspruch

Unzählige Plattenbau-Siedlungen sind mittlerweile saniert und auf den technisch aktuellen Stand gebracht worden. Selten werden die Ergebnisse jedoch gehobenen architektonischen  Ansprüchen gerecht. Anders bei der Sanierung einer Plattenbausiedlung in Neustrelitz: hier wurden Fassaden und Strukturen geschaffen, die sichtbar Neubau-Niveau erreichen. Die energetische Fassadensanierung mit Protektor-WDVS-Profilen spielte dabei eine zentrale Rolle.

Der Grund für die gelungene Sanierung liegt auf der Hand. Architekt Zerbel von der Planungsgesellschaft Niemann, Schult & Partner hat sich gründlich mit den Grundstrukturen von Plattenbauten beschäftigt. Zu DDR-Zeiten mussten die Bauten zwar mit begrenztem Materialeinsatz gebaut werden, weisen aber durchaus eine planerische Grundqualität auf, die bei einer Sanierung wieder zur Geltung gebracht werden kann. Die vorher triste, aber geometrische Fassadengestaltung gab die Richtung vor. So setzte der Architekt bei der Sanierung auf Gestaltungselemente der klassischen Moderne, auf klare geometrische Stilelemente und veränderte auch die Proportionen der Gebäude nur behutsam. Die Querbetonung der Fassaden, die durch die vorhandenen Balkone vorgegeben war, wurde erhalten und bei der neuen Gestaltung durch querliegende Fenster verstärkt.

Der größte Eingriff war die Abtragung der oberen Geschosse. Das neue Dach wurde als Tonnengewölbe ausgebildet. Neue Balkone aus Betonfertigteilen wurden in strenger Geometrie vor die frisch gedämmte Fassade gesetzt. So entstanden verschlankte und leichtere Baukörper mit einer zeitgemäßen Anmutung. Die Fassade in puristischem Weiß unterstützt die Modernität der Architektur.

Energetische Gesichtspunkte spielten bei der Fassadensanierung natürlich eine zentrale Rolle. Hier wurde ein Wärmedämmverbundsystem bestehend aus einer 10 cm dicken Polystyroldämmschicht, Außenputz und Protektor-WDVS-Profilen gewählt. Die Anschlussdetails, zum Beispiel an den vorgesetzten Balkonen, wurden so durchkonstruiert, dass keine Wärmebrücken entstehen.

Die Dauerhaftigkeit und Qualität von Wärmedämmverbundsystemen entscheidet sich aber in den Details. Für die Wirksamkeit, Ästhetik und Haltbarkeit der Fassade sind besonders Abschlüsse, Anschlüsse und Kantenbereiche ausschlaggebend. Hier ist es wichtig, mit den richtigen Profilen zu arbeiten, die die Dämmung sichern, den Putz gegen Rissbildung und die Kanten gegen Beschädigungen schützen. Hier kamen verschiedene Protektor-WDVS-Profilen zum Einsatz.

Für die Kantensicherung an der Fassade sorgen die Protektor-Kantenprofile 3752 mit alkalibeständigem Glasfasergewebe und der „Knickfalte”. Diese ermöglicht die Ausbildung von spitz- bis stumpfwinkligen Kanten von 45 bis 135 Grad. So konnte das Profil an den Außenecken genauso angewendet werden wie an den abgeschrägten Fensterlaibungen. Das Arbeiten „von der Rolle“ war ein zusätzliches Plus, denn so wurde ein stoßfreies Arbeiten auch an den langen Kanten des Gebäudes möglich.

Die neuen WDV-Sockelprofile aus Aluminium von Protektor sind besonders stabil und verhindern so sicher ein Abrutschen der Dämmschicht. Die Stabilität der Profile wird durch ein weiter entwickeltes Produktionsverfahren und eine optimierte Profilform erreicht. Die Optimierung des Lochbildes des Wandschenkels gibt dem Verarbeiter mehr Befestigungsmöglichkeiten, was zusätzlich die Stabilität erhöht. Für eine dauerhaft perfekte Optik des Wandabschluss sorgt die Prägung des Anputzschenkels, die eine bessere Putzverkrallung ermöglicht.

So leisten die richtigen Profile, im fertigen Zustand fast unsichtbar, einen entscheidenden Beitrag zur Qualität des Wärmedämmverbundsystems. Hier zahlen sich die richtige Materialwahl und sorgfältige Verarbeitung für den Bauherren aus.